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Wenn man sich für Geschichte interessiert, lohnt es sich eine Führung durch den ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof zu machen. Er liegt vier Kilometer südlich des Stadtkerns und ist gut mit U- oder S-Bahn zu erreichen.
Die wohl wichtigste Funktion hatte er während der Luftbrücke vom 26.Juni 1948 bis zum 12.Mai 1949. Wegen einer Blockade West-Berlins durch die Sowjets musste die Stadt über die Luft versorgt werden, wobei Tempelhof und die beiden anderen Flughäfen Gatow und Tegel äußerst wichtig waren. Bei Unfällen während der Luftbrücke kamen viele Piloten ums Leben. Daran erinnert ein Denkmal in der Nähe des Flughafens. So starteten und landeten die Rosinenbomber im 90 Sekunden Takt.
Aus der Zeit als die Amerikaner den Flughafen militärisch nutzten kann man heute noch erhaltene Wohnungen der Offiziere sowie eine Turnhalle mit Basketballkörben besichtigen. Nach der rein militärischen Nutzung zwischen 1975 und 1985 wurde der Flughafen bis zu seiner Schließung 2008 für Geschäftsreiseverkehr genutzt. Heute wird das Gelände als Filmkulisse und Erholungsort genutzt. Für die Zukunft sind Wohngebäude am Rand der Grünfläche geplant.
